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3,2 (1846)
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ja selbst Geißelhicbe, die regierende Herren und ihre Thor-hciten trafen, waren Ihm recht. Wenn die Zuschauerlachten, freuete Er sich, vergnügte Menschen zu sehen; aberdas Weinen derselben war Ihm zuwider, darum mochte Erauch keine Tragödien sehen;das Leben," sagte der schwerGeprüfte,hat Tragödien genug," > und alle Uebertreibun-gen, besonders im Tragischen, waren Ihm ein Ekel. Be-rechnete Schlageffectc, die Er im Woraus schon kommen sah,sowie phantastische, gesuchte und künstlich componirte Scenenliebte Er nicht. Je mehr aus dem Leben für das Lebengespielt wurde, desto besser. Die bei heiteren, noch lebens-frohen Greisen oft gemachte Erfahrung, nach welcher sie zurJugend so gern sich hingezogen fühlen, fand sich auch beiIhm, und diese Neigung nahm mit den Jahren zu. Dar-aus wird es erklärbar, daß Er auch an Balletcn SeineFreude fand; die junge Welt sah in den Sprüngen derschlanken Tänzer und Tänzerinnen freilich etwas Anderes,als Er. Ihn belustigte die Jugend und ihre muntere Le-benslust, die noch Nichts von Sorgen weiß. Er vergaßwenigstens dann die Seinigcn, und kehrte leichteren Herzenszu ihnen zurück. Hatte Er mit Wohlgefallen solche buntefröhliche Welt gesehen, dann sprach Er auch noch des ande-ren Tages bei Tische gern davon; besonders war dieß derFall bei der lustigen Posse:Sieben Mädchen-in Uniform."Er redete davon mit einer Unbefangenheit, Kindlichkeit undUnschuld, daß man wünschen müßte, Alle, welche den Herrntadelten und anklagten, hätten dieß gehört, um ihn richtigerund schonender zu beurtheilen.

Die Neigung des Königs zum Theater und die dem-selben gewordene Begünstigung hatte auch einen vortheilhaf-ten Einfluß auf die Schauspieler und ihre öffentliche Geltung.