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3,2 (1846)
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und ihren Bedürfnissen traf und treffen ließ, factisch beweist,daß Er in großen Ideen lebte. Diese kommen nicht ungc-rufcn, sondern wollen durchdacht und erwogen sein. Beidem Abschaffen des Alten, bei dem viele Menschen und ganzeCorporationen ihren Vortheil finden, treten dem Neuen,welches dem Ganzen Vortheile bringt, Hindernisse, offen-bare und heimliche, feindselig entgegen. Diese wollenbeschwichtigt und überwunden sein; damit war der Konigoffenbar unmittelbar oder mittelbar beschäftigt; woher kamIhm nun die Neigung und woher nahm Er die Zeit, so oftStunden lang iin Theater zu sein und für die Aufnahmedesselben sich lebhaft zu interessircn?

Eben die ernste Anstrengung, in der Er vom frühenMorgen bis gegen Mittag lebte, wo Er Vorträge SeinerCabinctsräthe und der Minister jeden Tag in bestimmtenStunden regelmäßig abhielt; auf auswärtige Angelegenheiteneinen prüfenden Blick warf; die inneren im Lande selbst er-wog; Berichte und Vorstellungen, wenigstens die wichtigen,selbst las; unzählige Bitten, die an Seine Person gerichtetwaren, beachtete; Seine persönlichen Angelegenheiten ordnete;Gesandte und Fremde sprach; die Zeitungen, Journale unddie wichtigsten Bücher wenn auch nur durchlief, und tausendDinge Ihm, dem auf Alles Achtenden, durch den Kopf gin-gen, Alles dieß macht es wenigstens begreiflich, daß

Er am Abend abgespannt und müde war. Vielmehr mußman den reichen Fond von Lebenskraft und frischer Heiter-keit bewundern, der Ihm, auch im Alter noch, in den letztenStunden des Tages, welcher immer neue Arbeiten brachte,eigen war und blieb. Kein Wunder, daß Er nach vollbrach-tem vielseitigen, alle Kräfte in Anspruch nehmenden Tage-