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Beste sein, und man vergißt, daß eine so sich auszeichnende Tu-gend schwerer zu finden ist auf der Sonnenhöhe des Thrones undseines Rcichthums, als im Schatten des stillen unbemerktenPrivatlebens. Der Nimbus der Herrlichkeit, welcher gekrönteHäupter umglänzt, hat in unseren Tagen seine Farben undihre Pracht nicht mehr so, wie in alten Zeiten, in den Ta-gen, wo unsere Großväter und Väter lebten. Sonst be-herrschte Autorität die Welt und man huldigte ihr; auchjetzt thut man das noch, aber man will, daß sie mit persön-licher Würdigkeit verbunden sein soll. Das ist zwar rechtund gut und unstreitig ein Fortschritt; aber da sich Jeder hierein Urtheil anmaßt, so ist es nie schwerer gewesen, alsin unserer Zeit, ein guter Regent zu sein. Alle seine Hand-lungen werden vor das Forum der Publicität gezogen undmit scharfem Spähcrblick bcurthcilt, — auch laut geta-delt. Wenn sonst der Königliche Befehl genügte, um zugehorchen, so will man jetzt in Allem das „Warum?" wis-sen, und man beruhigt sich nicht eher, als bis man es ver-nommen und genügend gefunden hat. Und doch kann mannicht Allen es recht machen, aus dem einfachen Grunde, weilJeder glaubt, Recht zu haben. Die Bitte und das Verlan-gen des Einen macht die entgegengesetzte Erfüllung, die derAndere begehrt, unmöglich. Wo Zwei miteinander in Colli-sion kommen, da muß nothwendig Einer zurücktreten. Jenerverdankt Alles seinen Verdiensten; Dieser klagt über Unge-rechtigkeit. Jener mußte das Erbetene haben; Dieser klagtüber Zurücksetzung, — Keiner ist übler daran, als wer Allenhelfen soll. Ueber diese Unbilligkeit beklagte sich oft der Kö-nig, dann hinzusetzend: „Ich bin ein Mensch!" Um dieSchwächen der menschlichen Natur zu verbergen, um diesel-ben aus den Augen der Beobachter zu bringen, ist es weise,