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genug sei», die Leute sind einmal daran wie an die Kirchen-paraden gewöhnt; aber diese Zeit ist offenbar in Civilgemcin-dcn, in Städten und auf dem Lande, wo man an eine län-gere gewöhnt ist, zu kurz. Unsere Evangelische Kirche hateinen reichen Schatz herrlicher Lieder, und der gemeine Mann,besonders das weibliche Geschlecht, singt gern; mit den kirch-lichen Abkundigungcn ist eine und eine halbe, auch wohl zweiStunden, für die Dauer des Gottesdienstes nicht zu vielZeit; ich bitte und wünsche, daß diese den Civilgemeindcngelassen werde, auch um Ew. Majestät Person willen."„Wie so? um meinetwegen?" fragte der König. Es war
Sprüche und Gebete, zur häuslichen Andacht und Erbauungfür die Königlich Preußische Armee. Potsdam bei Horvath."Das Büchlei» ist in Duodez klein und dünn, weil der Soldatim Kriege in seinem Tornister es mitnehmen soll, theils um esbei dem Feldgottcsdicnst zur Hand zu haben, theils zu seinerPrivat-Erbauung. Das ist löblich und gut und es läßt sichNichts dagegen sagen. Aber die mir aufgetragene Anfertigungdes Kirchenbuchs für einen wesentlichen, achtungswcrthen Theilder Nation machte, weil es bei der Kürze doch reichhaltig seinsollte, mir viel Kopfbrcchcns und Mühe. Besonders wollte oftes mir nicht gelingen, von den nur l>4 an der Zahl aufgenom-menen, zum Theil herrlichen Kirchenliedern nur S Verse, wievorgeschrieben war, so auszuwählen, daß der Zusammenhangerhalten würde. Dieß mußte in vielen Fällen mißlingen unddas Zerreißen und Zerstückeln war mir widerlich. Niemandkann darum die Dürftigkeit dieses Gesangbuches mehr fühlen,als ich, und oft bin ich, besonders in Casualfällcn, bei demMangel an passenden Liedern, weil ich gern der öffentlichenErbauung in allen ihren Thcilcn Einheit geben möchte, inVerlegenheit gesetzt. Ucbcr 20 Jahre ist dieses Kirchenbuch inmehreren Auflagen von der Königlich Preußischen Armee ge-braucht; von ganzem Herzen wünsche ich, daß in dessen Stellebald ein neues, besseres, erscheinen möge.