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Held, der so oft dem Tode unerschrocken in's Auge gesehen,fürchtete den Tod nicht, und mit vollem klaren Bewußtseinordnete bis auf Nebenumstände Er selbst an, wie es mitSeiner Beerdigung gehalten werden sollte; unter Anderemhatte Er das alte herrliche Lied: „Was Gott thut, das istwohlgethan!" bei Seiner Beerdigung zu singen, mit eigenerHand aufgezeichnet.
Einige Tage vor Seinem Tode erhielt ich durch denGeneral-Adjutanten und vortragenden Rath, General-Ma-jor von Lindheim, den Befehl, schleunigst zum todtkrankenKönige zu kommen und demselben das heilige Abendmahl zureichen. Bei meiner Anwesenheit im Schlosse, wo ich Allestraurig fand, hörte ich mit Betrübniß, daß der hohe Patientsich so befinde, daß jede Aufregung vermieden werden müsse.Doch wurde mir der weitere Befehl, mich in der Nähe zu hal-ten. Ich ging also ab und zu, sprach bald mit Diesem, baldmit Jenem, und erkundigte mich sorgfältig. Des anderenTages wurde ich in das Zimmer geführt, in welchem sichnebst den anderen Königlichen Töchtern auch die Kaiserin»von Nußland befand. Auf allen Gesichtern sah man tiefenSchmerz. Wiewohl die Kranken-Stube entfernt lag, sprachman doch leise, wie man zu thun pflegt, wenn das Herzvoll von Kummer und Bangigkeit ist. Alles war erfülltmit Angst vor den Dingen, die da kommen sollten; unddoch hatte Keiner den Muth, sie zu nennen. Ich sollte trösten,und konnte es doch nicht, und vermochte nur von dem gro-ßen Haufen Menschen zu reden, die draußen auf der Straßevor dem Schlosse des todtkranken Königs teilnehmend stillund traurig standen. So verging der Tag, den ich größten-teils im Borzimmer des noch kränker gewordenen Königszubrachte. Alles war still, Alle schwiegen und gingen kaum