Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
301
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nun auch alterte, und sichtbar verfiel. Die Schultern wur-den hoch, die Beine mager, die Kleider weit, die Tritteschwankend, der Rucken wurde hohl, das Gesicht verändert,der Husten quälend, der Auswurf stark, der Appetit schwach,der Schlaf kurz und unterbrochen. Aber Sein Geist blieb

ihnen eine größere Aufmerksamkeit und Königlichere Freigebig-keit geschenkt, als der unsrigc. Fragen wir de» Bürger, be-freit von so manchen Fesseln und Beschränkungen, die ihn sonstdrückten: so hat der Geschickte und Fleißige sich nie freier undglücklicher in seinem Berufe gefühlt und bewegt, als jetzt.Richten wir unsere Blicke auf den Landmann: neue Rechteund Vorzüge sind ihm geworden, und Alles, was für ihn ge-schehen, verheißt und verbürgt ihm eine glückliche Zukunft.Hören wir die Stimmen des ganzen Volkes in allen scinenKlassen und Ständen, in bürgerlicher, sittlicher und religiöserHinsicht: es ist ein edles, biederes, hochherziges, freies undglückliches Volk, ein Volk, das in Deutscher Sitte Gott fürchtetund den König ehrt!"

Welchem Machthaber möchten wir lieber dienen, als Ihm,unserem angestammten Königliche» Herrn? Wo ist das Für-sten-Haus, das seit 4lZV Jahren eine solche glänzende Reihegroßer und edler Regenten hat, als das Scinige? In wel-chem Lande würde uns wohlcr sein, als in dem, das Seinsanfter Sccptcr und Sein väterliches Herz mit Liebe und Huldumfaßt? Darum wollen wir heute uns freuen und fröhlichsein; denn diesen schönen festlichen Tag hat uns Gott ge-macht."

Er, der Allmächtige, der so sichtbar mit seiner Gnadeüber unseren Landesherr», Sein Haus, Seine Kinder und SeinVolk, waltet, lasse Ihn in wachsender persönlicher Glückseligkeit,und in der Glückseligkeit aller Seiner Unterthancn, diesen Tagnoch einmal erleben, daß der silbernen Rcgierungsfeier die gol-dene folge. An fröhlicher Tafel beseele, erheitere uns Alle Ein