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und wcrther geworden durch das gemeinschaftlich getrageneUnglück; Sie wußten nun am Besten, was Sie gegenseitiganeinander hatten. Das Unglück, geschickt von Gott, gut be-nutzt, schließt wunderbar nur Segen in sich. Freilich ist eseine Prüfung; es kommt darauf an, wie sie benutzt wird,und ob man in der Probe besteht.
Friedrich Wilhelm III. bewährte sich in derselben. Stark,kräftig und gesund wie vorher; glücklich in der Ehe; geliebtvon einer hübschen jungen Frau; glücklich in Seinen Kin-dern; glücklich als Regent; geliebt und verehrt von Seinersich erholenden, wohlhabend werdenden, zufriedenen Nation;geehrt und geliebt von der ganzen Welt, und im Gefühl derDauer eines langen Friedens, — hätte Er nun wohl, nachallen Leiden, Unglücksfällen und Anstrengungen, das Leben,wie man es nennt, genießen und sich aller traurigen Gedan-ken cntschlagen können. Aber was die Welt traurige Ge-danken nennt, waren Ihm ernste, in ernster Heiterkeit bestandaber Sein Charakter, und darin fand Er Seinen Lebensge-nuß. Wiederhergestellt, machte Er, was Taufende als etwasWidriges aufschieben, und wenn sie im Angesichte des nahenTodes das nicht mehr können, im heiteren SelbstbewußtseinSein Testament. Schon früher ist dasselbe ganz so,wie es ist, mitgetheilt, aber hier muß es wiederholt wer-den, da, wo der selig Vollendete sagt:
„Unter die frohen und wohlthucndenEreignisse, die ich erlebt habe, rechne ich
') Erster Theil, S. 409 — 412.