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Augen nieder. Der König aber sagte: „Das kannst unddarfst Du annehmen, liebe Auguste! Es ist lautere Wahr-heit; Dir verdanke ich nächst Gott meine baldige Wiederher-stellung. Hätte ich Dich und Deine Liebe nicht gehabt, dannwäre ich heute so weit nicht." Die Fürstinn ging zum Kö-nige; Er drückte Sie innig an sich und sprach mit tieferEmpfindung: „Du gutes, liebes Weib!"
Diese einfache, von den Umständen selbst gegebene häus-liche Sccne läßt einen tiefen Blick thun in das Wesen undin die Natur der Ehe des Königs, der mehr in allen Din-gen war, als Er schien, und nie Etwas sagen und thunkonnte, was Er nicht wirklich so meinte. So wie wir eshier sehen, war es wirklich; die Fürstinn von Liegnitz warIhm „ein gutes, liebes Weib." Das war Sic Ihm vomAnfange an, und wurde Sie Ihm immer mehr im Fort-schritt der Zeit. Nicht gewöhnlich ist dicß bei dem großenUnterschiede der Jahre, wo die Frau viel jünger ist, als derEhemann, der Fall. Durchgängig straft die Natur solcheUnnatur, in welcher sich wieder trennt, was schon das Le-bensalter bei gänzlicher Verschiedenheit der Triebe und Nei-gungen getrennt hat, und solche ungleichen Ehen sind in derRegel unglückliche. Wo die Stimme sinnlicher Hinneigungeinseitig stumm geworden ist, muß die der Achtung undPflicht, der Fürsorge und Theilnahme, vorzüglich von Sei-ten der Ehefrau eintreten, und diese ist es in einem solchenFalle allerdings, von der das Glück eines friedfertigen Zu-sammenseins ganz besonders abhängt. Ist sie ruhig, stillund sanft, so ist gerade der Beruf, zu hegen, zu helfen, zuunterstützen, ihre Natur, und sie folgt dem Zuge derselben,wenn sie ihre dann leichte Pflicht erfüllt. Wohl ist es ein