Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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Gründen kann Er Seine Geniahlinn nicht zur Königinnmachen; aber Er erhebt Sie zur Würde einer Fürstinn vonLicgnitz und giebt Ihr den theueren Ursprungsnamen desKöniglichen Hauses, den einer Gräsinn von Hohenzollern.Sollte Sie Mutter werden, so sollen die Kinder und derenNachkommen den Rang, Namen und Titel, der Fürsten undFürstinnen von Liegnitz und Grafen und Gräsinnen von Ho-henzollern führen und sich des der Durchlauchtigen Gemah-linn verliehenen Wappens bedienen. Außer dieser für dasganze Land bestimmten, durch die Gesetzsammlung publicirtcnUrkunde ist die in derselben festgesetzte Anordnung noch ineiner anderen, der Fürstinn von Liegnitz besonders zu ihrerBeruhigung und Sicherstellung gegebenen, freundlich in Ehe-pactcn ausgesprochen. Diese Urkunde betrifft allein Ihre HohePerson und nicht das Preußische Land; mit vielem Zartsinnist sie, als eine vertrauliche eheliche Angelegenheit, darum nichtöffentlich bekannt gemacht, gewiß aber mit Liebe abgefaßt.Das Publicum erfährt nur ihr Dasein und daß in ihr diejährlichen sogenannten Nadelgelder bestimmt und über dasWitthum die nöthigen Vorkehrungen festgesetzt sind. Zurvollkommenen Beruhigung ist diese Urkunde auch den gräf-lichen Eltern mirgethcilt und vom Kronprinzen mit un-terzeichnet. Friedrich Wilhelm III., der gute Ehemann,that dabei einen Blick in die Zukunft, wenn Er nicht mehrsein und Sein vielgeliebter Sohn König sein würde; Er willauch da, wo es nicht nöthig ist, eine vollkommene Beruhi-gung gewähren, und so oft Er den theueren Namen in die-ser Urkunde nennt, sagt Er stets im Anfange, in der Mitteund am Schlüsse:Die Fürstinn von Liegnitz und Gräsinnvon Hohenzollern, Unsere eheliche Gemahlinn."m. 17