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Der Christ im Menschen. Er hätte es machenkönnen, wie Taufende, besonders hohe Herren, es unter ähn-lichen Umständen gemacht haben, machen, und machen wer-den, wenn Ihm, dem damals noch gesunden und kräftigenManne, der vertraute Umgang mit einem weiblichen WesenBedürfniß war; ») Er konnte das im Stillen bewerkstelligenin Seiner Wohnung; Tausende würden nach Seiner Wahlsich Seinem Willen geneigt dazu gefunden haben; Er hättedann alle diese Weitläufigkeiten und Schreibereien nicht nö-thig gehabt; auch würden Alle, die das erfahren, es, nachdem Geschmack und Geist unserer Zeit, entschuldigt, wenig-stens gelinde beurtheilt haben, — und über was setzt sich einKönig und hoher Herr, der die Macht und die Mittel in denHänden hat, nicht Alles weg! Der König konnte, nachdemEr ein großes Werk zu Stande gebracht und so viel Gutesgethan, und noch immer täglich that, schon über Manchessich wegsetzen.
Aber Er war, und das sagt mehr und Alles, einChrist. Er wußte: das Christenthum erlaube nur die Be-friedigung des Geschlechtstriebes in einer rechtmäßigen Ehe,es hält dieselbe heilig und stellt sie darum hoch. Er kannteaus Erfahrung die höheren Freuden einer reinen, echtenehelichen Liebe, und die seligen, neu und frisch bleibendenGenüsse eines gemächlichen vertrauten Umganges. Ihm waralle, wie Er es nannte, Maitressen-Wirthschaft zuwider; Er
') Der gemeine Mann in der Grafschaft Mark sagt davon sehrnaiv: „Der hohe Herr kgnn sich liederlich behelfen."