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dem verschlossenen Archiv meiner Brust mit in das nahe Grab.Aber dieß Geheimniß war eigener Art; bald, nach einigenTagen schon, sollte es allgemein öffentlich bekannt, und frei-lich sehr verschiedene Urtheile darüber laut werden. Auchwußte ich gewiß, daß Keiner der Unterrichteten irgend nur einzweideutiges Wort würde darüber fallen lassen, -— das Geheim-niß war gut aufgehoben und ausbewahrt. Aber doch wurdees bekannt, wenigstens thcilweise; und zwar, wie gewöhnlich,durch einen Bedienten, durch einen Königlichen.
Der Geheime Cabinets-Rath Albrecht erhielt einenTag nach geschehener Trauung von der ihm befreundetenverwittweten Geheimräthinn Schulz ein Handbillet, worin siewünschte, ihn über eine wichtige Angelegenheit zu sprechen;sie bedürfe seines Rathcs; und noch desselben Tages klagtesie ihm: „ihr Dienstmädchen Lisette sei complet verrückt ge-worden und müsse in die Charitk; sie wisse nicht, wie siedas anzufangen und an wen sie sich zu wenden habe." Aufdie Frage des Geheimen Cabincts-Raths: „wie die arme Per-son dazu gekommen sei ?" erzählte die Geheimräthinn Folgen-des: „Lisette sei verlobt mit einem Königlichen Laquai; diewirkliche Verheirathung ziehe sich aber hin und es währe ihrdamit, da sie schon über 26 Jahr alt sei, zu lange. Da esan den nöthigen Subsistenzmittcln fehle und sie solche nichtherbeischaffen könne, habe sie Solches sich in den Kopf gesetztund wäre seit einiger Zeit schon tiefsinnig. Dieß wäre nun los-gebrochen; denn sie behaupte, ihr Bräutigam, ein Schwindler,
') Nach dessen eigener mündlicher Erzählung.