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— als dieß gesagt wurde, zitterte die Erwählte, und helleThräncn waren Zeugen der heiligen Rührung und Gelübde.Redlich und aufrichtig wurden auf vorgelegte Fragen diesel-ben beantwortet, die Trauringe gewechselt, die Hände zumtreuen Bunde zusammengefügt, und dieß erste Paar imLande wie jede andere christliche Ehe nach der Agende ein-gesegnet.
Nach der heiligen kirchlichen Handlung ging der Königzum Kronprinzen, Seinem erstgeborenen Sohn, und sagte zuihm folgende Worte: „Wissen die Unsterblichen die Werkeder Sterblichen hier auf Erden: so wird Deine verewigteMutter sich dieser Stunde freuen. Du wirst sie in ihrerVerpflichtung im Herzen behalten. Du wirst länger lebenals ich, und nach meinem Tode meiner christlichen rechtmäßi-gen Gemahlinn ein treuer Freund und Gönner sein." *)Der edle Kronprinz wollte Seinem ehrwürdigen KöniglichenVater die Hand küssen; aber dieß gab derselbe nicht zu, — Er
") Die Fürstin» von Licgnitz wohnt im Winter in dem sogenann-ten Prinzessin»-Palais, (dicht neben dem, was der HochseligeKönig bewohnte) und im Sommer in dem prächtigen Land-hause, was sie als geschenktes Eigenthum besitzt, in 8nn« «ouci.Beide Paläste sind fürstlich eingerichtet und man sieht fast injedem Zimmer das wohlgetroffenc Bild des Hochseligen gelieb-ten Königs,, aus den verschiedenen Jahren und Perioden Sei-nes Lebens. Die Fürstinn hat Ihren eigenen Hofstaat und istund lebt, die verwittwete Gemahlinn des unvergeßlichen Kö-nigs, als solche. Sie ist oft bei Hofe und wird geehrt alsein Mitglied der Königlichen Familie. Des jetzt regierendenKönigs Majestät zeichnen bei jeder Gelegenheit Sie aus; gehenIhr, der Angemeldeten, bei großen Hofesfestcn entgegen und