Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
243
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IMT

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entbinden; ich würde sie dann sogleich ansehnlich ausstatten,und reich und wieder srei, könne sie ganz nach ihremHerzen aus innerer Neigung einen Anderen Heirathen. Dieedle Gräsinn hat mir aber geantwortet:sie sei durch mei-nen Brief nur noch mehr in ihrem Beschlüsse befestigt; sie liebemich von Herzen, sie achte mich aufrichtig, und ihr ganzesBestreben werde nur dahin gehen, mich so glücklich zu ma-chen, als sie könne."

Die Sache ist also fertig. Nun denn in Gottes undJesu Namen! Ich thuc nichts mehr und nichts Anderes,als was jeder Privatmann thut und thun soll, ich wählefrei aus Neigung die Lebensgefährtinn, weil nur so eineglückliche Ehe zu erwarten ist. Aber dennoch fühle ich wohl,dieß weicht von den gewöhnlichen Verhältnissen, wie es beiKönigen herkömmliche Sitte ist, ganz ab, und darum wird,was ich hasse, das Richten angehen. Um es abzukürzen, sollman erst die Sache erfahren, wenn sie geschehen ist; Siebewahren sie also als ein Geheimniß, und kommen künstigenDonnerstag, den Neri dieses, nach Charlottenburg, um michund die Gräsinn von Harrach in der Schloßkapelle im Stil-len zu trauen. Sie können eine den Umständen angemessenekurze Rede halten, und ich darf Ihnen nicht erst sagen, daßSie darin Alles vermeiden, was die schüchterne Braut em-barassiren könnte. Uebrigens will ich, was sich von selbstversteht, nach der Agende getraut sein. Vor Gott sind alle» Menschen gleich; die Ehe ist ein heiliger Bund, es mag ihnschließen ein König, oder ein gemeiner Mann; die heiligeHandlung im Namen der Kirche muß also die nämlichesein. Wenn aber am Schlüsse des Formulars vonNach-kommen" gesprochen wird, so können Sie das weglassen;