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versehen zu haben, was mir imputirt werden sollte, underwicderte: „Ich kann versichern, daß ich bei der Wahl desTextes in meinen Predigten mich frei weiß von allen per-sönlichen Beziehungen; diese auf die Kanzel zu bringen, halteich unter der Würde derselben und des Amtes, welches ichbekleide; ohne alle besondere Beziehung habe ich auch diesenMorgen über die Worte Christi: „Richtet nicht!" gepredigt,und vor lieblosem Absprechen gewarnt, da dieß offenbar einFehler unserer Zeitgenossen ist. Aber an einen besonderenFall hat meine Seele nicht gedacht; weiß auch einen solchennicht; nur im Allgemeinen, über die Wahrheit selbst, habeich geredet." „Weiß wohl," sagte der König; „aber dasRichten wird doch angehen, und zwar über mich selbst."„Wie sollte das zugehen?" bemerkte ich; „ein König muß essich zwar gefallen lassen, daß das ganze Publikum ihn undsein Thun beurtheilt; er ist wie eine Stadt aus hohem Berge,die Jedermann sieht; aber Ew. Majestät haben besondersseit dem Jahre 1813 die öffentliche Meinung für sich, manehrt und liebt Sie." „Hilft nichts," siel der König ein:„das Richten über mich wird dennoch nun angehen; willihnen nur sagen: will wieder heirathcn!" Als der Kö-nig dieß gesagt hatte, fuhr ich zusammen. Dieß sehend,fragte Er: „Erschrecken wohl?" „Nein, ich erschrecke nicht;aber ich erstaune; wenn ein König Heirathen will, so weißdieß vorher die ganze Welt." „Sie soll," erwicderte derKönig, „es dießmal aber vorher nicht wissen; erst nachher,wenn es geschehen, wird sie es erfahren. Die ganze Sacheist noch ein Geheimniß; es hängt damit so zusammen: *)
') Dieß war einer von den seltenen Augenblicken, in welchen das