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Vorkehrungen, die ich damit getroffen, nicht wieder unter-gehen." *)
So fühlte, dachte und handelte der vollendete Königüber die Eintracht der Kirche und die Union der bis dahingetrennten Confessionen. Wer mag darin das echt Christlicheverkennen? Wer sieht in dieser Vereinigung nicht eine weiseBerücksichtigung der Zeit, wer nicht, auf fester Basis, ihrenFortschritt? Wer konnte im Geiste der Reformation auch
«) Die eigenen Worte des Königs, die ich unmittelbar nachdemEr sie gesprochen in mein Tagebuch eingetragen habe. Beidieser Gelegenheit gab Er mir zur Durchsicht, nebst anderenPapieren, einen sauber abgeschriebenen, von Ihm selbst mitBleistift hie und da überschriebenen geistreichen Aufsatz über dieBibelstelle Ev. Johannis 21, 17. „Das Gesetz ist durch Mosegegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jcsum Christumgeworden." Gesetz und praktische Erfahrung, Form und We-sen, Buchstaben und Geist, Stiftung und die Feiernden, wurdein dieser Abhandlung in scharfen Iiigen voneinander getrennt,und doch als verschiedene Dinge, aber in Stufen und Ucber-gängen miteinander verbunden, treffend dargestellt. Gedanken-voll wird hier die Anwendung gemacht auf die Union, und sieals Werk der Gnade und Wahrheit in der Bereinigung mitChristo charakterisirt. Dieses Einssein mit ihm ist der höchstePunkt aller christlichen Bildung, alles Andere nur Mittel, nurdas Gerüste zum Gebäude, nicht das Gebäude selbst. In die-sem Lichte werden die Lutheraner beleuchtet, die als solche eineCoNfesston bilden und die Beibehaltung derselben wollen. Ih-nen gegenüber steht Luther in seiner kräftigen Originalität, inseiner Freiheit und Selbstständigkeit, in seiner Entschiedenheitgegen alle Parteisucht, in seiner tiefsten Verehrung Jesu Christi.Das Ganze ist ein Blick in eine bessere Welt. Als ich diegeistreiche Abhandlung dem Könige zurückgab, fragte ich nachdem Verfasser, — erhielt aber keine Antwort.