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Union sich finden, und so das Aeußere aus dem Innereneinfach, würdevoll, wahr, von selbst hervorgehen wird." *)
Wer kann diese Worte, geflossen aus dem srommenHerzen des edlen Hohen Herrn, lesen, ohne mit ihnen zusympathisiren und ihr Gewicht zu suhlen? Kein Wunder,daß sie überall im ganzen Lande verwandten Anklang fanden.Es stellt sich von selbst heraus: hier ist keine Nebenabsicht,keine Politik, kein Privat-Interesse, hier will man Nichts,als die Sache selbst, die Ehre Gottes und Jesu Christi, denFlor seiner Kirche, die ihr wahres Leben allein in dem Eins-sein mit ihm hat. Man kann dicß Heiligthum nicht betre-ten, ohne das sanfte, erquickende Wehen des inneren Frie-dens zu fühlen, der aus Gott ist und zu Gott führt; mankann nicht durchdenken, was die Union ist, was sie will undwohin sie führt, ohne Gott für die Segnungen zu danken,die sie schon gestiftet hat und als Lebenskeim in alle Zukunftstiften wird.
Als eine göttliche, echt christliche Sache lag sie demHochseligen Herrn warm am Herzen, viel dachte Er über sienach und Er kam gern und oft auf sie zurück. Er kannte ausder Geschichte und aus eigener schmerzhafter Erfahrung denhaderhaften Starrsinn des polemischen Confessionsgeistes undes machte einen tiefen Eindruck, auf Ihn, daß der sanfte,friedliebende Melanchthon Gott im Tode sterbend dafür dankt,daß er ihn nun bald erlösen werde von der rndies tlievlo-
') Worte aus dem Königlichen Unionsaufrufe, <1. ä. Potsdam,den 27sten September 1817.