Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
228
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und Jesu Christi, eine Sache der Gemeinde des Herrn, dieverunreinigt wird, wenn andere irdische Machthaber sie an-ordnen. Wir wollen keine Union in der Kirche, die Men-schen gemacht und befohlen haben." Es ist wahr, JesusChristus schloß sich an die Mächtigen der Erde nicht an,vielmehr vermied er sie; seine Jünger und Apostel wählteer aus dem geringen Stande, dem der Fischer, und als einZeichen der Göttlichkeit seiner Sache führte er an:daß denArmen das Evangelium verkündigt würde." Nicht von obenherab, von den höheren Ständen ^zu den unteren, sondernvon diesen, von unten herauf, bewegte sich das große welt-historische Unternehmen. Es war klein und unansehnlich wieein Senfkorn in seinen Anfängen, ein verborgener Schatz imAcker; aber eben damit gewann und erhielt es einen tiefen,festen Grund, und fermentirte so, daß es allmählig dasGanze durchdrang, und auch die höchsten Gegenden dermenschlichen Gesellschaft, Könige und Fürsten, die nun nichtlänger widerstehen konnten, ergriff. Das Reich Jesu warnicht von dieser Welt, es hat also mit der Welt und ihrenHerrschern nichts zu schaffen.

Aber schon längst vorher und im löten Jahrhundertwar das Himmelreich Jesu ein Reich von dieser Welt ge-worden. Zwar hatte der herrschende Herr das äußere Zei-chen des armen Fischers Petrus beibehalten, und der es trugnannte sich einen Knecht der Knechte (servus sorvornm);aber er war ein vornehmer, in einem prächtigen Palaste re-sidirender, regierender Fürst, und nannte sich einen Papa,einen Regierer der Kirche. Dieser war ein Welt-Regentgeworden, welcher befahl und anordnete, strafte und ver-folgte, züchtigte und losließ, vor dessen Allgewalt Kaiser