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Kunden, daß Eins ohne das Andere nicht sein kann. DieUnion bringt das Gefühl der Gemeinschaft zum Bewußtsein,und in diesem liegt aller geistige und moralische Fortschritt.Nur der glaubt an eine höhere Ordnung der Dinge, wer ihrenWiederschein schon in dieser Welt der Vorbereitung und Erzie-hung sieht und ihr Licht zu befördern sucht. Nicht in demHader und der Trennung der Confessionen, sondern in ihrerVereinigung, liegt das Abbild der unsichtbaren Kirche in dersichtbaren. Die Union ist ein großer Bund, der das Man-nigfaltige der Ansichten in der Einheit der Gesinnung um-faßt. Jene waren immer verschieden, und werden und müs-sen es bei der Ungleichheit der Naturen immer bleiben, wennnur diese harmonisch ist, wie gerade in der Verschiedenheitder Instrumente die Harmonie und der Reiz des Concertsbesteht. Die Union reißt nicht nieder, sie bauet aus; freilichsind in ihrem Bau viele Füllstcinc, das liegt aber in derNatur der Sache und dem Menschen, — wenn nur JesusChristus der Grund- und Eckstein ist. Er hat regiert seineSchöpfung, die Kirche, von Anfang an; er regiert sie nochheute; was uns, die wir nur die kurze Spanne einigerJahre fragmentarisch kennen, oft Rückschritt scheint, ist Dem,vor welchem tausend Jahre sind wie Ein Tag und wie eineNachtwache, die gestern vergangen ist, oft ein Fortschritt.Alles, was in der Geschichte der Völker auf allen Punktender Erde geschehen ist und geschieht, ist naturgemäße Evolu-tion; aus der Vergangenheit geht die Gegenwart, und ausder Gegenwart die Zukunft, wie aus der Blüthc die Fruchthervor. Die Zeit steht nicht still, — so auch der Menschnicht; in ihr liegt die treibende Kraft der Perfcctibilität, alsokann auch die Kirche in ihren Mitgliedern nicht still stehen.Es liegt objectiv die Fülle der Wahrheit im geoffcnbarten