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gemeine alte und immer neue Interesse, welches dasselbe zu-vor gefunden hat und findet.
Die Agende giebt und bewahrt mit ihren Liturgien undVorschriften den kernigtcn Inhalt der heiligen Schrift undden Lehrbegriff der Kirche, und die Union und ihre Ver-schmelzung hütet vor Stagnation und weckt auf sichererBahn den Fortschritt. Jene, die Agende, ruft aus alterUrzeit laut: „Im Anfange war das Wort, und das Wortwar bei Gott, und Gott war das Wort. Und das Wortward Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seineHerrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnesvom Vater voller Gnade und Wahrheit;" diese, die Union,spricht zu Jedem das Gebet Christi: „Laß sie Alle Einssein, gleichwie der Vater in mir und ich in dir, so laß sieAlle Eins sein in uns, damit die Liebe, damit du mich lie-best, sei in ihnen, und ich in ihnen." Jene, die Agende,ruft uns zu die alten Worte, die schon unsere Urväter undVäter vernahmen, und gründet unseren Glauben auf einEwiges und Unveränderliches; diese, die Union, macht siefrisch und neu durch das große Gesetz der Einheit in derMannigfaltigkeit und der Mannigfaltigkeit in der Einheit.Jene betet an das Wunderbare und Göttliche; diese wecktdie Kraft, giebt Liebe, macht werth die Zeit, in der manlebt, daß man mit ihr fortschreitet. Jene umfaßt das Un-wandelbare, das groß und hehr dasteht und zu ihm im Ge-bet erhebt; diese führt zum Zeitlichen hin, damit man esweise benutze und in ihm das Ewige finde. Beide stehennicht isolirt da, so daß man systematisch recht glauben undpraktisch ungläubig handeln kann, vielmehr sind Glaube undThun im Fortschritte und Wachsthum so miteinander ver-