Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
213
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Dem kirchlich frommen Sinne des Preußischen prote-stantischen Volkes sagte darum die Union zu, und wo'zelo-tische confessionelle Prediger und Beamte es nicht hinderten,nahm man sie um so lieber an, da Niemand dazu gezwun-gen, sondern die ganze Sache der freien Entschließung einesJeden überlassen wurde. Besonders fand überall Anklang,was der von der Nation verehrte König über dieselbe gesagthatte: daß sie das Werk der Eintracht, der Liebe und desFriedens sei. Eintracht, Liebe und Frieden sind jedem ge-ordneten Menschen, vorzüglich dem ansässigen Bürger undLandmann, sehr Werth und theuer. Ein jedes Herz hat seineWelt, die es liebt, und es liebt sie um so inniger und wär-mer, je kleiner und je leichter sie zu übersehen ist. Eine ei-gene, ererbte oder selbst erkaufte und ausgebaute, bequemeingerichtete Wohnung, wenn sie auch nur ein Häuschen ist;ein Gärtchcn an demselben; eine Kuhweide; ein Roggenfeld;das Recht, Raff- und Leseholz aus dem benachbarten Forstezu holen, und andere Kleinigkeiten mehr, sind dem gemeinenManne theuere Besitzthümer, wenn er sie, mit Frau undKindern ruhig aus- und eingehend, sicher haben, beschickenund genießen kann. Lebt er vollends mit seinen Nachbarnin Frieden, herrscht in der Gemeinde, zu welcher er gehört,Eintracht; geht er mit ihr zu einer Kirche und zu einemAltar; trennen sich nicht mehr Mann und Frau, Kinderund Gesinde, wenn sie einigemal im Jahre bei der Feier desheiligen Abendmahls erscheinen; herrscht vielmehr bei dieserhäuslichen und kirchlichen Andacht christliche Gottesfurcht,Gemeinschaft (Communion), so gewinnt er die Union, welcheihm alle diese Vortheile gewährt, lieb. Mit daher ist esgekommen, daß sie so schnell im Preußischen Staate sich ver-breitet hat. Nicht mit Unrecht ist der große Haufe von