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etwas Höheres. Der König stand auf und ging langsam vorsich hin. Mit einem Blick wehmüthiger Sehnsucht sah Ernach der offenen Halle hin, in welcher die Büste der ver-ewigten Königinn steht; Er redete nicht, sagte aber leise, dochso, daß man es hören konnte, das schwere Wort: „Harmo-nie!" Angekommen bei dem Schlosse, entließ Er mich miteiner ganz eigenen anmuthsvollen Bewegung der Hand, undim Weggehen sprach Er noch: „Habe meine Ansicht, die ichvon der Union habe, ausgesprochen, und meine Meinung, wieich's gerne hätte, gesagt. Können nun davon Gebrauch machen,und es Anderen mittheilcn, so daß es bekannt wird." *)
Der König erlebte auch die Freude, Sein gutes Werkder Union gelingen zu sehen, und es wurzelte um so tiefer,je mehr es Widerspruch erfuhr und man sein Fortschreitenhindern wollte. Von der Russischen Grenze, dem Niemenan, bis zur Französischen, dem Rhein hin, faßte es festenFuß, und es war und ist nur von Einer evangelischen Lan-deskirche, nirgends aber mehr von der lutherischen und re-formirtcn die Rede, ja der Name selbst und mit ihm dieunterscheidende Bedeutung ist verschwunden; man spricht nurnoch hie und da in den östlichen Gegenden der Monarchiemit Bedauern von der kleinen Partei der Alt-Lutheraner;in der westlichen gar nicht mehr. Die symbolischen Bücherder reformirten und lutherischen Kirche haben durch die Union
*) Das habe ich mit Freuden gethan, und gleich den folgendenTag dem Minister von Altenstein die ganze Mittheilung, soviel wie möglich mit den eigenen Worten des Königs, schrift-lich in einem Aufsätze, den ich hier buchstäblich abgeschrieben,vorgelegt und die weitere Verbreitung mir angelegen sein lassen.
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