Druckschrift 
3,2 (1846)
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klagte man über Härte und Druck. Man redete von Untreuegegen die symbolischen Bücher und vom Abfalle, besondersvon der Augsburger Confession. Es fanden sich Schriftsteller(ihre Absicht läßt man ununtersucht), die diese festhalten undbei ihr bleiben wollten, als wenn sie in Gefahr wäre, abolirtzu werden; man sprach von einer neuen Religion, die wederlutherisch noch rcformirt sei; man redete von einer Hoftheo-logie und einem Preußischen Christenthumc. Es kamen dievielen Schriften gegen Liturgie und Agende, freilich aus ganzanderen Rücksichten, hinzu, und es entstanden kirchliche Wir-ren. Im Lande, besonders in Schlesien und den Marken,war ein Geschrei über Verfolgung und Gewalt, woran aberder König unschuldig sei und wovon Er Nichts wisse; unddoch gab es Keinen im ganzen Königreiche, der sich mehrum diese Controverse bekümmerte, der sich mehr darübergrämte und ärgerte, als gerade Er, der gute, verständigechristliche Herr. Präsidenten, Departementsräthe, Consisto-rial- und Landräthc, Superintendenten und Amtleute, wur-den aufgefordert, die Irregeführten zu bekehren und zurechtzu bringen. Aber solche Bemühungen waren umsonst, gössenvielmehr Oel in's Feuer, da die Opponenten in den guten Wor-ten der Vorgesetzten Schwäche und Nachgiebigkeit sahen, dieden Widerstand noch heftiger und hartnäckiger machten. Ichsollte hin, der ich die gute Absicht des Königs kannte; aberda ich wohl einsah, daß ich, auch wenn ich mit Engclszungenhätte reden können, gegen einmal fanatisirte Menschen Nichtsausrichten, vielmehr das Uebel dadurch ärger werden würde,verbat ich, so gut es gehen wollte, den Auftrag des Ministersund Königs.

Eine jede leidenschaftliche Widerwärtigkeit will ihr Aus-