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die Fundation es anzuwenden. Aber es liegt auch nicht inder Union, daß der eine Thcil, der Nichts, oder doch wenigerhat, sich an dem anderen Theil, der mehr besitzt, bereichernsoll. Dann mischte sich Eigennutz, der nichts taugt, hin-ein. Man muß in allen Stücken legal sein, und auch hierist es leitender Grundsatz: Einem Jedem das Seinige. SolcheFälle, lieber Acltester, sind bei der Union oft vorgekommen,und sie sind überall, wo man sie ehrlich gewollt hat, in ihrenCollisionen glücklich ausgeglichen. Sie wollen nur bedenken,meine Herren, daß Union und Combination hier nichteinerlei ist, und daß man jene haben kann ohne diese. Kei-neswegs ist es die Absicht, das Vermögen beider Kirchen,wenn es ungleich ist, und die Gemeindeglieder dagegen sind,in Eins zusammen zu schmelzen; eine jede behält, was ihrgehört, und verwendet es nach bestem Gewissen. Sie kannes damit halten, wie sie will; ihrem christlichen Pflichtgefühlbleibt es überlassen. Eben aus diesen Gründen ist, ganz denBelehrungen Christi gemäß, der Begriff Union weit gefaßtund sie umfasset Alle, welche bei verschiedenen Erkenntniß-und Glaubens-Stufen nach den Grundsätzen der Reformationdoch an Jesum Christum, als den alleinigen Seligmachcr,glauben. Die Union will nirgends beengen, Keinen verletzen,kein Eigcnthum beeinträchtigen, keine Ungerechtigkeit begehen;Alles in ihr ist offen und frei, wie der Himmel, der sichunermeßlich über uns öffnet; sie trägt den Segen der Ein-tracht und der Liebe, die Alle umfaßt, in ihrer geistigen Fülle;mit einem Worte, sie ist ein Himmelreich auf Erden, in wel-chem der Geist Christi regiert. Wo dieser regiert, wird dieUnion Unität, in welcher Glaube, Liebe und Hoffnung, denBund der Christen beseelt. So war die geistige Gemeinschaftder ersten Christen, in deren Herzen die erste Liebe zum Herrn