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3,2 (1846)
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und nur die Religion sollte Euch trennen? Ihr gehetHand in Hand den Weg durch's kurze Leben, und Ihrwolltet einen verschiedenen einschlagen, wenn Ihr nach derKirche gehet, und das oft in einer Familie, in einem Hause?Als Ihr Euch vereiniget habt und der Union zuerst beitratet,hat der König, den Ihr dieß meldetet, sich über Euch gc-sreuet und Euch als Seine braven Markaner gelobt; jetztaber, da Ihr Euch wieder trennen wollet, zürnt Seine Ma-jestät, und Er, der es mit Euch und allen Seinen Unter-thanen gut meint, sendet mich zu Euch. Was soll ich Euchsagen? Ich habe Euch als Euer Landsmann und Eurenwürdigen reformirten Pastor Hengstenberg und den nach Ha-gen berufenen lutherischen Pastor Müller als Bruder vonHerzen lieb, aber ich kann nicht anders, als mit dem Apostelklagen und fragen: O ihr unverständigen Galatcr, wer hatEuch bezaubert, daß Ihr der Wahrheit nicht gehorchet? ImGeiste habt Ihr angefangen, wollet Ihr denn nun im Flei-sche vollenden?"

Es entstand eine lange stille Pause; Viele wischten sichdie Augen. Endlich sagte ein Acltester mit grauen Haaren:Das Alles ist recht gut, dagegen haben wir auch Nichts;aber es ist doch Unrecht, daß diejenigen, die nicht so vielKirchenvermögen als wir besitzen, nun auch wollen, daß wirgemeinschaftliche Sache mit ihnen machen und was doch unsallein gehört mit ihnen theilen sollen; das geht doch nim-mermehr an, und daran hat sich die Sache zerschlagen."Darin," antwortete ich,habt Ihr ganz Recht. Das Kir-chenvermögcn ist ein Heiligthum und man muß es als eintheures Erbe frommer Vorfahren bewahren und wo mög-lich vermehren; es ist Unrecht, es zu zersplittern und gegen