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Streites beide Kirchen getrennt und eine lutherische und refor-mirte gestaltet hat, hindere, nach langer Trennung, die Berei-nigung nicht, da beide in den Hauptartikeln der Hauptsachenach einig wären. Jeder könne nach den Graden seines Er-kenntnisses und seines Glaubens darüber denken, wie er wolle,und verschiedene Symbole annehmen, wenn nur das norma-tive Ansehen der heiligen Schrift fest stände und darüber alsein Engel des Friedens schwebe. In solchem Sinne wärein der Gesinnung der Liebe allerdings, auch bei noch sogroßer Verschiedenheit, die Einigung beider kirchlichen Gesell-schaften möglich, sobald man sie nur ernstlich wolle und esredlich und ehrlich damit meine. In diesem weiten Sinne,der groß und erhaben sei wie begebene fruchtbare Hellwegund die hohen Berge des Südcrlandes, nähme unser HerrJesus Christus den Glauben an ihn und die Gemeinschaftder Gläubigen. Keinen, der zu ihm käme, schlösse eraus, Jeden, dem die heilige Sache ein wahrer Ernst sei,nehme er gnädig und freundlich auf. Bor ihm gelte keinäußeres BckenNtniß des Mundes, sondern nur allein die guteGesinnung des Herzens. Zu den Lutherischen und zu denReformirten komme er und halte mit ihnen das Abendmahlund er mache keinen Unterschied darin. Warum wollet Ihrihn machen und Euch wieder trennen? Ihr seid auf man-nigfache Weise miteinander vereinigt. Ihr wohnet in einemDorfe, habt dieselbe Obrigkeit, habt ein Gewerbe, und stehtmiteinander in mannigfachem ehrlichen Berkchr; Eure Aeckergrenzen aneinander und Ihr befahret friedlich dieselben Berg-werke und Gruben; Ihr arbeitet in Eintracht in denselbenFabriken und Hämmern; Ihr seid Nachbaren, Verwandteund Schwäger; Ihr grüßet und steht Euch einander bei undbleibet gute Freunde in Roth und Tod; Alles vereinigt Euch