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3,2 (1846)
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Sie müssen nach Wetter und die verpfuschte Sache wiederin Ordnung bringen."

Ob mir dieß wird gelingen, steht dahin; gern gehorcheich Ew. Majestät Befehlen, um so mehr, da ich nach Hufc-

Ee folgte im Amte seinem würdigen Oheim in Fröndenberg,und -erhielt dann die Pfarre in dem romantischen bergigenWetter an der Ruhr. Hcngstenbcrg war ein tüchtiger Theo-log, und dabei von Herzen fromm, mithin liberal und tolerant.Gern faßte er sein Studium, wovon er die Classikcr nicht aus-schloß, wie das tägliche Leben, groß geworden auf hohen Ber-gen und in lustigen Thälcrn, von der poetischen Seite. Seinegedruckten Lieder enthalten viel Schönes, wie seine größtenteilsin Knittelversen abgefaßte Geographie viel Frohes, zum LachenReizendes. Er schrieb gewöhnlich an mich in gereimten Epi-steln. Er war ein liebevoller, gläubiger, heiterer Mann; alleseine Scherze waren mit Salz gewürzt, und wo er war undhinkam, da tauchte die Freude auf. Man durfte ihn, den schö-nen, gesunden Mann, mit seinen lockigen Haaren, in seinerKraft und Unschuld nur sehen, um ihn lieb zu gewinnen. Ineiner glücklichen Ehe war vorzüglich sein talentvoller, hoff-nungsvoller Sohn seine Hoffnung und Freude. Als ich spä-terhin, als Mitglied des hohen Ministeriums der geistliche» An-gelegenheiten, für diesen, der, vorzüglich unter dem gelehrtenFreytag zu Bonn, Theologie studirte, Etwas thun konnte,wurde unser Berhältniß noch inniger, und grenzenlos war seineBaterfrcude, als sein geliebter Sohn Professor auf der Univer-sität zu Berlin wurde. Bei der Gelegenheit, wo er seinemHerzen folgen konnte, und ihn, den Herausgeber der Evangeli-schen Kirchcnzcitung, besuchte, war er auch mehrere Tage inPotsdam bei mir, und wir besprachen Vieles, was uns Heiter-keit brachte, aber auch damals schon Kummer und Sorgenmachte. Bald nachher starb er zu Wetter den Tod des Ge-rechten. piu nniiuit!