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Gemeinden vermögen, sonst wären solche Jnconsequenzen, inwelchen man das gestern Gewollte heute wieder zurücknimmtund aufhebt, nicht vorgefallen. Der Pastor leitet die kirch-lichen Angelegenheiten des Orts, und sein Verdienst ist es,wenn die Einführung der Liturgie, Agende und Union, zuStande kommt; aber dagegen ist es auch seine Schuld, wennsie mißlingt. Kennen wohl die beiden Herren persönlich?"„Ja, Ihre Majestät. Der Müller, jetzt nach dem benach-barten Hagen berufen, war früher Fcldprediger zu Hamm,woher ich ihn genau kenne; und Hengstenbcrg sollte ebendahin in die Stelle des nach Berlin beförderten Sncthlageals Dircctor des Gymnasiums kommen." *) „Charmant!
*) C. Hengstenbcrg war früher Stistßprediger in Fröndenberg,seinem alten Oheim gleiches Namens adjungirt. Dieser warein origineller Mann, ein höchst orthodoxer, typischer Thcolog,gewissenhaft und treu in seinem Amte. Auf der nicht einträg-lichen Pfarre sammelte er Vermögen, womit er wohlwollendarme Verwandte unterstützte. Der ehrwürdige Greis, welcherdie hebräische und griechische Bibel gläubig studirte, lebte sehreingezogen und kärglich; jede unnütze Ausgabe vermied er, unddieß ging so weit, daß er, der nach seiner Art große Summenverschenken konnte, den vom Amtmann zu Fröndenberg geliehe-nen Neujahrkalcnder abschrieb. In dieser stillen häuslichenSchule des alten strengen und ernsten frommen Oheims bildetesich wissenschaftlich und praktisch sein junger adjungirter Vet-ter, der Pastor Hengstenberg. Er studirte fleißig und mußtealle vier Wochen die Aebtissinn und die Chanoinessen des Stiftsförmlich besuchen. Des Abends ging er still und einsam aufden benachbarten Bergen und sah die Sonne in frommen Ah-nungen untergehen. Bisweilen durfte er mich in Hamm besu-chen, und wir waren von der Synode her, wo wir uns kenne»gelernt, warme sympathisirendc Freunde, von gleichem Alter.