Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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Wetter an der Ruhr in der Grafschaft Mark. Sie, die,reformirte und lutherische daselbst, war eine der ersten, die,an ihrer Spitze zwei vortreffliche Geistliche, die PastorenHengstcnberg und Müller, in Verbindung mit achtungswcr-then Gemeindcglicdern, unter welchen der geniale, sinnige Fa-brikant Harkort sich auszeichnete, die promulgirte Union an-genommen, und, allen Confcssionsuntcrschied nun bei Seitesetzend, sich zu dieser Vereinigung bekannt hatte. Den dar-über protokollarisch aufgenommenen förmlichen Act hatten sieselbst Sr. Majestät dem Könige zugeschickt, und da derselbeden Geist des Evangeliums Jesu Christi rein und frisch ath-mete, so hatte der hohe Herr Seine wahre fromme Freudedaran. Er sprach gern und oft davon und nannte das ge-segnete Land Seine treue Grasschaft Mark. Aber der hin-kende Bote kam nach; denn da man nun tiefer in das Werkder Union einging und dieselbe praktisch sich gestalten sollte,fanden sich wegen der Besitzungen, die beide Gemeinden inungleichen Theilen besaßen, eine Menge von Schwierigkeiten,die man früher nicht erwogen hatte, die, wie sie aufge-stellt waren und entgegen traten, eine Gemeinschaft unmöglichmachten. Man gcrieth dabei in eine erhitzende Debatte, inder jeder Theil aus das ererbte Recht seines Eigenthums be-stand; dasselbe zu bewahren und zu erhalten, so daß es vorjeder Schmälerung geschützt war, erschien als eine heiligePflicht, und es mischte sich, wie es bei Dispüten zu gesche-hen pflegt, Animosität und Rechthaberei ein. Vergebensbcmühcte sich der ruhige, hellsehende, tolerante und wahrhaftfromme Pastor Hengstenberg, einen Bruch zu verhüten; der-selbe trat aber ein und man trennte sich in Unfrieden. DerKönig, welchem die geschehene Trennung ossiciell angezeigtwar, hatte sie gleich besprochen mit dem Fürsten Staats-