Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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darnach thcils selbst unmittelbar, freilich unter manchen Mo-disicationen, nach den Local-Verhältnissen, thcils mittelbardurch das geistliche Ministerium oder durch die Landes-Con-sistorien, verfügte.

Inzwischen ging das gute Werk der kirchlichen Unionseinen fortschreitenden Gang und verbreitete sich immer wei-ter; aber oft gerieth es auch in's Stocken, stand still, undging wohl gar rückwärts. Denn wie starre Anhänglichkeitan's Alte, wie z. B. hier und da in Schlesien an's gewohnteund ererbte Luthcrthum, allen Zu- und Eingang verhinderte,so übereilte sich auch, ohne die ernste Sache von allen Seitengeprüft und überlegt zu haben, oft die Ncucrungssucht, undder Reiz der Neuheit faßte rasch nur die angenehme, anspre-chende Seite in's Auge, ohne die Folgen und ihre Verbind-lichkeiten zu bedenken. Dieß war oft der Fall, wo die luthe-rische Gemeinde ein größeres Vermögen an Capitalien undliegenden Gründen hatte, als die rcformirte, oder umgekehrt.Da, wo die Ungleichheit darin sehr groß, die eine wohlha-bend, die andere dürstig, und die Verschiedenheit in den Stol-gcbühren durch Herkommen und Gewohnheit einmal festgeordnet und geregelt war, entstand oft Hader. Die schonbeschlossene Eintracht zerschlug sich dann wieder an der Zwie-tracht des leidigen Mein und Dein (M«zum et tuum), woranim Leben, selbst in Familien bei Erbschaften, sich so viel böserHader und Zank knüpft. Die meisten Rcchtshändel undbitteren Prozesse entstehen gewöhnlich aus der Habsucht, diesich verkürzt glaubt, und viel Gutes in der Welt wird durchEigennutz entweder gehindert, oder wieder zerstört.

Das Letztere drohete der Union in der Gemeinde zu

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