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auf und man hatte kein Mitleid bei dieser Katastrophe desLebens mit ihm, da er selbst nicht dabei litt. Vielmehrsuhlte er sich nun srei, da er thun und lassen konnte, waser wollte. Seine mystische Erhebung nahm zu und erglaubte, er litte des Herrn wegen, und suhlte sich als seinenJünger und Apostel. Was er bis dahin verborgen hatte,that er nun öffentlich; er nahm zu sich eine junge Wittwe,und auch dieß war nach seinem Fanatismus löblich undchristlich. Er verließ Berlin und Potsdam und wanderteim Lande 'umher als ein Apostel, zu bekehren die Völker.So kam er nach manchen Abenteuern nach Westphalcn, wodie Gemeinden in der älteren Presbytcrial- und Synodal-Vcrfassung innig zusammenhangen und viel kirchlicher Sinnherrscht. Es war gerade Sonntag, als er im FürstcnthumMinden, nicht weit von Bünte, in die Kirche ging, in derdie Einwohnerschaft zahlreich versammelt war und in An-dacht der Predigt ihres geliebten Pastors zuhörte. Auch dergewesene Husaren-Lieutenant that dieß eine Zeit lang; dannaber- trat er hervor und ging in lauten Schritten zum Al-tar. Hier stand er still, sah zu dem redenden Pastor hinauf,und sprach, zum Schrecken und Erstaunen der stillen Ver-sammlung: „Pfaffe, Halts Maul! Du bist ein Baalspfaffcund ein wahrer Bauchdicner. Da sitzen die Schafe DeinerHeerde und hören das elende Getratsch. Mich jammern sie;sie werden in der Irre herum geführt von einem blindenLeiter der Blinden. Ich will Euch Jesum den Gekreuzigtenverkündigen; er ist eine Kraft Gottes, selig zu machen Alle,die an ihn glauben. Von dieser verborgenen Kraft weißdieser Pfaffe nichts, er kann sie darum auch nicht mittheilen.In mir ist aber der Geist Gottes, er ist ein heiliger Geist,und redet aus mir; herunter von der Kanzel, ich will und