Begriff, er hielt vielmehr diesen für subjective Willkür, und,um conseguent zu bleiben, sagte er seltsame Dinge, die denUnterrichteten mit Widerwillen und den Spötter mit Hohnund Lachen erfüllten. Dabei war er stolz und hielt sichselbst für auserlesen, und war gegen Andersdenkende unduld-sam, hart und lieblos. Zwischen ihm und anderen Ofsicie-ren in Berlin, die ihn aufzogen, fanden allerlei wunderlicheAustritte, die ein seltsames Gemisch zwischen Göttlichem undProfanem waren, vor, und um keine Untersuchungen herbei-zuführen, verheimlichte man sie dem Könige. Das anomaleBetragen im Dienste konnte ihm aber nicht länger verborgenbleiben, da auch die Vorgesetzten den Widerspenstigen nichtin Ordnung bringen konnten. Vollends verdarb er es da-mit, daß er, dazu commandirt, nicht bei der Eidesleistungder Recruten erscheinen wollte; er führte zu seiner Rechtfer-tigung den Spruch Christi an: Ihr sollt überhauptnicht schwören. Zuletzt ging er so weit, daß er es be-reuete, dem Könige bei der Fahne den Eid der Treue ge-schworen zu haben, und in einem Jmmediatschreibcn nahm erdiesen Eid, den er für eine unchristliche Handlung hielt,förmlich zurück. Er kündigte also nach der bestehenden Ver-fassung dem Landcsherrn den Dienst auf, und steckte, da erdas viele Reden nicht lassen konnte, auch andere Soldatenmit seinen fanatischen Jrrthümern an. Er mußte also seinesDienstes entlassen werden, da er nicht mehr thun wollte,was er thun sollte. Der König hatte, statt unwillig zuwerden, Mitleiden mit ihm und ließ ihm nach seinem Rangeeine jährliche Pension aussetzen; aber im Vertrauen auf denHerrn, dem er zu dienen glaubte, schlug er nicht nur diese,sondern auch ein ansehnliches Königliches Geschenk, mit geist-lichem Hochmuthe aus. Er brachte dadurch Alles gegen sich
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