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Geschieht es aber nicht und bleibt er im Dienste, so darfkeine Schmach auf ihm liegen. Er ist von seinem unver-ständigen Eifer zurückzubringen und zu bessern. Sie habenihn gereizt; ich will ihn von Potsdam wegnehmen und nachBerlin versetzen. Einer der Prediger soll ihn belehren undihm Mäßigung beibringen. Ich werde es gern sehen, wenndie Bibelgesellschaft ihn nicht förmlich ausstößt und das aufsich beruhen läßt. Ein Ofsicier darf nicht den Schmutzfleckender öffentlichen Schande auf seinem Namen haben; er trägtseine Ehre auf der Dcgcnspitze."
Mit unglaublicher Nachsicht und Güte nahm sich derHohe Herr des Mannes an und sprach selbst ermunterndzu ihm. Aber der Verirrte, statt in sich zu gehen und ru-higer zu werden, wurde in seinem Egoismus dadurch nochmehr bestärkt, und bekam, da er die Allerhöchste Aufmerk-samkeit auf sich gezogen, von der Wichtigkeit seiner Personund der Wahrheit seiner Ansicht eine noch vortheilhaftereAnsicht. Der Prediger, dem er übergeben war, richtete nichtsmit ihm aus; er wollte das in der heiligen Schrift gegebeneWort immer erklären durch das ihm geoffcnbarte innerliche.Seinen subjectiven Gefühlen hingegeben, die er für göttlicheEingebungen hielt, gerieth er auf die abenteuerlichsten Dingeund Behauptungen und sank aus einer Ekstase in die andere.Er las fleißig die heilige Schrift, und nahm Alles, selbstdie Parabeln, die Bilder und Allegorien, wörtlich und buch-stäblich, so daß es oft an Verrücktheit grenzte. Vom Geisteder Bibel, der lebendig macht, hatte er nicht nur keinen
*) Diese Worte, gesprochen vom Könige, sind buchstäblich gegeben.