Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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Mitglied der hiesigen Bibelgesellschaft, *) und ich hatte alsPräsident derselben, wiewohl sonst mit dem cAen Manne

Von denen, die vor 38 Jahren sie gestiftet haben, dem Generalvon Knobloch; dem damaligen Regierungs-Dircctor, nachheri-gcn Finanzminister Maaßen; dem Superintendenten Stöwe;dem Prediger Hanstcin; dem Schulinspector Bernhard, u> s. f.lebt Keiner mehr, als durch Gottes Gnade ich, weßhalb ichdenn auch in der Reihenfolge ihr Präsident geworden bin.Ihr Wohlthätcr und Beschützer war vorzüglich König FriedrichWilhelm III., und unter Seinen Auspicien hat sie in den langenJahren ihrer Existenz im Stillen besonders in Schulen undLazarethen viel Gutes gestiftet. Ein vorzüglicher thätiger Be-förderer ihrer wohlthätigen Zwecke ist ihr jetziger Secrctair, dergcmcinnützlichc christliche Prediger Bernhard!. Sie ist eine Toch-ter der Mutter, der Bibelgesellschaft in Berlin für den ganzenPreußischen Staat, und es stehen Minister in Verbindung mitwürdigen Männern an der Spitze. Die bedeutende Summe,welche im ganzen Lande durch eine Kirchencollccte in allen Ge-meinden für die Bibelgesellschaft jährlich gesammelt wird, mußnach Berlin an die Mutter gesandt werden. Zur Uebersichtund Leitung des Ganzen ist ein Centralpunkt nöthig und gut;aber gedachte Summe würde gewiß größer, mithin ihr Nutzenfür die Sache selbst bedeutender sein, wenn sie an dem Orte,wo gesammelt wird, bliebe. Der Mensch gicbt lieber, fröh-licher und reichlicher, wenn er der Früchte seiner Gaben unmittel-bar froh wird, als wenn sein Geld weit weg an einen fremdenOrt geschickt wird, und er nicht erfährt, wem es genutzt hat.Berlin ist groß und reich genug, um aus eigenen Mitteln eineallgemeine Mutter aller Bibelgesellschaften in der Monarchiewürdig hinzustellen. Aber die vermögende, sonst wohlthätigeStadt thut für diese wohlthätige Sache verhältnismäßig sehrwenig, und vielleicht liegt der auffallende Mangel der Theil-nahme an der Einrichtung. Zu den wohlhabendsten Bibel-gesellschaften im Lande gehört vorzüglich die in dem armenPotsdam. Sie ist es geworden durch Vermächtnisse ihrer be-güterten verewigten, mit Achtung und Dank genannten Wohl-