Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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Handbillet des Königs. Er las es mehrmals mit Aufmerk-samkeit, faltete es wieder zusammen, und sagte dann bedacht-sam in sonorem Tone: „Das wird nicht gut angehen; dieSache ist besprochen und berathcn, bereits von Sr. Majestätgenehmigt, und eben bin ich im Begriff, solchem gemäß andie Behörden die erforderlichen Verfügungen zu erlassen."„Es kommt darauf an," antwortete ich, „welches von Bci-dem das Bessere und Zweckmäßigere sei. Noch ist es Zeit,dicß zu wählen. Lassen Sie uns, Excellenz, noch einmal dieSache ruhig überlegen." Dieß geschah, und ich war soglücklich, ihn zu überzeugen. Gewonnen für die Ansicht desKönigs, sprach der Minister sie als die seinige aus; und ichwar darüber froh, da Allerhöchsten Orts in dieser SacheNichts besohlen werden sollte. Nachdem Alles verabredetwar, eilte ich nach der Grünstraßc zum Bischof Dr. Sack,bei dem ich glücklicherweise alle vorher genannten Herren inderselben Angelegenheit versammelt fand. Bei der Bcrathungder früheren Anordnung waren manche Schwierigkeiten, be-sonders die Abcndmahlsfeier am zweiten Tage betreffend,hervorgetreten, und man war froh, daß diese nun gehobenwerden konnten, und Alles sich gut machte. Um 7 Uhrdesselbigen Tages war ich wieder in Potsdam, und der Kö-nig war zufrieden mit der Ausführung des mir übertragenenGeschäfts.

Das Reformationsfest war gekommen; es war da amZlsten October 1817. Die Sonne schien mild und glänzendam klaren blauen Herbsthimmel; die Pracht der Farben undihre reiche Schattirung entfaltete sich; ein frischer Ostwindwehete sanft, und sein Anhauch stärkte und erhob. Die Erdeschien den festlichen Tag zu feiern und der Himmel sie zu