Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
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dm Worten: „Gehen Sie mit Gott. Sind Sic diesenAbend wieder hier? Es ist jetzt 10 Uhr."

Ich eilte nach Berlin, unterwegs drchete ich das kirch-liche Commifsorium hin und her und überlegte, wie ich esanfassen und am Besten ausführen sollte. Ich beschloß, imgeraden Wege auf demselben, dem kürzesten, zu bleiben, undmich zuerst an den zu wenden, an den ich gewiesen war;wiewohl es mir klüger schien, vorher die geistlichen Herrenzu gewinnen. Um 12 Uhr fuhr ich in die Behren-Straßeund ließ mich bei dem Minister von Schuckmann melden.Durch den Jäger erhielt ich die Antwort: „Seine Ercellcnzkönnten mich jetzt nicht sprechen; ich möchte morgen, Abendszwischen ti und 7 Uhr, wiederkommen." „Sind," fragte ich,„der Herr Minister krank, oder haben sie Jemand bei sich?"„Keins von beiden," antwortete trotzig der Diener; „die be-zeichnete Zeit ist aber die Audienz-Sprechstunde, und ich ratheIhnen, vor t> zu kommen, damit Sic gleich vorgelassen wer-den; heute ist aber der gnädige Herr schon so besetzt, daßnicht alle Angemeldeten hereingelassen werden können." (Dergeistliche Minister war damals zugleich Minister des In-neren und der Polizei, der Andrang der Supplikantenalso sehr groß.) „Bis morgen kann ich, aus Potsdamkommend, nicht warten; sagen Sie dem Herrn Minister, ichmüßte ihn gleich sprechen; die Sache wäre eilig und littekeinen Aufschub." „Das geht nicht an ; Sie haben die Ant-wort, und damit genug." „Sind Sie der Diener?" „Ja,der Lcibjägcr, welcher die Anmeldung hat." „Dann thunSie, was ich Ihnen sage; oder ich werde einen Anderenrufen." Der Mensch sah mich groß an; kam aber mit der