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Gemüther, sein Element, seinen Grund und Stützpunkt fand.Dieß milde und kräftige, dieß erleuchtende und erwärmende,dieß bessernde und tröstende, auf alle fromme Herzen soschöpferisch wirkende Wort Gottes war es allein, was derchristlichen Kirche ein neues, schöneres und besseres Lebenwiedergab."
„Wollen wir darum das Jubelfest der Reformationwürdig feiern, so nennen wir zwar mit Achtung und Be-wunderung die großen Männer, die wir auf ihrem thaten-reichcn Schauplätze erblicken; aber unser Auge erhebt sichhöher, es schauet mit frommem Danke empor zu Gott unddem Erlöser der Welt, und betet in tiefer Rührung seineHuld und Gnade an. Bor ihm sammele sich darum indieser Woche unser Herz; vor ihm erwäge in einsamenStunden und ernsthaften Betrachtungen unsere Seele, wasauch wir seinem Worte, in der einfachen, herzlichen, kräftigenSprache, in welcher es sein Knecht Luther der Welt unduns gab, verdanken. Erwäge, wie viele Millionen gläubigerChristen es seit drei Jahrhunderten in Kirchen und Schulen,in Palästen und Hütten, in allen Ständen, Lagen und Ver-hältnissen des Lebens, belehrt, getröstet und gebessert; wieoft es auch uns ergriffen, gerettet, gestärkt und erquickt hat,und wie es unseren Kindern und Nachkommen eine ewige,frische und unerschöpfliche Quelle der edelsten Segnungen,so lange die Welt steht, sein und bleiben wird. Ein den-kender Ernst, ein frommer Sinn, ein kräftiger Entschluß be-wege unser Gemüth, und das Göttliche des bevorstehendenFestes falte unsere Hände, beuge unsere Knie, erhebe unserenBlick, und erfülle uns mit tiefer Achtung."
„Um die Theilnahme daran vereinige uns Alle