Druckschrift 
3,2 (1846)
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und zurückführt. Mit ihm, dem Herrn, hat man Alles, unddas noch Fehlende findet sich von selbst; man steht dann auffestein Grunde und das Wachsthum am inwendigen Men-schen geht, wenngleich langsam, doch sicher und stetig fort.Daher wird ganz eigcnthümlich in der heiligen Schrift Allesan die Person Jesu Christi geknüpft, und diejenigen richtenauf dem kürzesten Wege das Meiste aus, die, das mensch-liche, besonders das jugendliche Herz kennend, diese Lehrartzu der ihrigen machen. Darum ist solche Union, die Chri-stus und seine Apostel wollten, eine echt christliche. Siczerstört alle Parteisucht und macht alle Glieder zu, freilichmehr und weniger fruchtbaren, Reben, aber doch zu Rebenam Weinstocke, die alle ihre Lebenskraft aus dem Stammeschöpfen. Sie nährt und fördert die häusliche fromme Ein-tracht; sie hebt die Trennung auf, welche der Unterschied derlutherischen und reformirtcn Confession sonst unter die Mit-glieder einer Familie brachte, und führt Mann und Frau,Brüder und Verwandte, Knechte und Mägde, zu EinerKirche, zu Einem Altar; bewirkt Gemeinschaft des Glaubens,indem sie die bisherigen Absonderungen ?c. aufhebt, die ein-. ander gegenüberstehenden Parteien, und mit ihnen die Par-teisucht, vernichtet. Durch die verschmelzende Vereinigungverstärkt sie die allein Christus ungehörige evangelische Kircheund mehrt und erwärmt den christlichen Sinn. Durch denUnterschied der Confession waren bis dahin die Schulen, dieseBildungsstätten der nächstfolgenden Generation, voneinandergeschieden; die Union vereinigt sie, verstärkt ihre Kräfte, underleichtert ihre Verbesserung. Sie ist hold und willfährigden Armen und Dürftigen, sie sammelt Alle in Einheit, dieder Unterstützung bedürfen; erleichtert den Ucberblick undbringt Zusammenhang und Ordnung in die Armenpflege.