Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
53
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Sic verbessert den ökonomischen Zustand der Kirche, vermehrtihre Fonds, und wird dadurch die Veranlassung zu bezweck-ten wohlthätigen Einrichtungen, die bis dahin, allein derVerschiedenheit der Consession wegen, nicht zu Stande kom-men konnten. Sie erleichtert die Prcdigcrwahlen und kannnun auch den wohlgefälligen Prediger und Candidaten neh-men, den sie sonst wegen einer anderen Eonfession nicht neh-men durfte. Sie vernichtet das lähmende und von der Zwie-tracht genährte öffentliche Mißtrauen, fuhrt das zutrauliche,alles Gute fördernde allgemeine Vertrauen ein, und trägtdarum, weil Kirche und Staat eng zusammenhangen undineinander leben und wachsen, zur allgemeinen Landeswohl-fahrt bei. Diese Union, gewachsen auf dem fruchtbarenGrunde, den Christus selbst gelegt hat, und auf diesem Ur-gcbiete sich orientircnd, ist klar, offen und unbefangen; sieweiß Nichts vom Scktcngeisic und seiner Engherzigkeit; siehat sich losgemacht von allen Fesseln, indem sie nur EinenHerrn und Meister hat, und ihm allein huldigend, „geht diereformirte Kirche nicht zur lutherischen, die lutherische nichtzur reformirten über", beide gehen ein, friedfertig in die evan-gelische. Gerade das, und nichts Anderes, hat die Refor-mation gewollt und gcthan; sie hat losgemacht von allerhierarchischen Despotie und ihren drückenden Formen; siehat alle parteiische, wechselnde, launige Menschcnmacht zer-stört, und die göttliche Regierung wieder auf den Thron ge-setzt, damit sie, und nur sie allein, Alles in Allem sei. UnterKämpfen und ihrem Streit begann und wurde geführt dasschwere regcnerirende Werk der Reformation; ihre Handha-ber waren treffliche Männer, aber Menschen nicht ohne Sündeund Leidenschaft; es bildeten sich Oppositionen und ihreTrennungen, Parteien entstanden, in welchen ihre Verfechter,