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beiden sich anfeindenden Endpunkten trat versöhnend undvermittelnd in die Mitte König Friedrich Wilhelm III. Erwar gleich weit entfernt von der rcpriscinirendcn Paläolo-gie auf der einen, und auf der anderen Seite von der Allesniederrcifsenden Neuerungssucht. Es lag in Ihm ein con-servatives Princip, was sich durch Sein Leben als Menschund durch Seine Regierung als Regent wie ein goldenerFaden zog. dem Sein ganzes Naturell angehörte und demEr darum nicht untreu werden konnte. Durch prüfende, indie dunkeln Tiefen des Unglücks, über die sonnigen Höhendes Glückes führende Schicksale war Er ein gläubiger, posi-tiver, gottessürchtiger Christ geworden; aber eben darum,weil Sein frommer Sinn gesund und kräftig Sein ganzesSein und Wesen durchdrang, war Er ein liberaler Christ,der in freier Luft athmete und nur eine reine Atmosphärewollte. Ueberall voll von Mäßigung, mar Ihm dieselbe sowichtig, daß Er noch in Seinem Testamente „vor der Ncuc-rungssucht unpraktischer Theorien," aber ebenso sehr „vor derschädlichen zu weit getriebenen Vorliebe für das Alte" warnt.Beide Extreme waren Ihm „Klippen", zwischen welchen Erohne zu schwanken glücklich und sicher durchsegelte. In die-ser Ruhe und ihrem Schwerpunkte gehörte Er keiner Parteian; Er stand über allen Parteien; von keiner befangen, sahEr überall klar und richtig; Er hob die Partcisucht der Re-sormirten und Lutheraner auf und vereinigte sie in eineKirche, das alte evangelische Grundprincip festhaltend. Sowar Er — so ist Er mit Gott geworden; darum hat Erso viel und auch das, was schon Seine alten Vorfahrenwollten, aber nicht konnten, glücklich und gesegnet vermocht.
Dicß gute Werk der Union „entspricht den ersten Ab-