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gelassen hätte; Er würde dann manche Unruhe im Landeund vielen Verdruß für Seine Person sich erspart haben.
So bequem und gefällig dieser Einwurf klingt, so un-gegründct ist er. Friedrich Wilhelm III. hat ja mit derkirchlichen Union nichts Nagelneues angefangen, sondern nurdas Alte, welches längst „Seine in Gott ruhenden Vorfah-ren" gewollt, wieder aufgenommen und sich darin an sie„angeschlossen." Ein von ihnen aufgegebenes gutes Werk,welches der damalige Zelotismus nicht aufkommen ließ, wollteEr unter dem Einflüsse eines besseren Geistes zu Standebringen, und Er hat es größtentheils zu Stande gebracht.Einer Seiner berühmtesten Ahnherren, der große König Frie-drich II., hatte den Grundsatz: die Religion als eine Ange-legenheit zu betrachten, die Jeder privatini mit Gott undseinem Gewissen abzumachen habe. „Jeder," sagte er „könnein seinem Lande nach seiner Fa^on selig werden." Um dieKirche, als solche, bekümmerte er sich gar nicht, griff nur beientstandenen Unruhen ein, und gab zur Beilegung derselbengewöhnlich dem Bürger und Landmann, dem man das Altenehmen und das Neue obtrudiren wollte, Recht. Er ließAlles gehen, wie es wollte, und stand damit ganz unver-kennbar auf einem Extrem, wo er als Landesherr zu wenigthat. Sein Nachfolger, König Friedrich Wilhelm II., thatdagegen zu viel, und wollte durch das Religionsedict unddie Glaubens- und Examinations-Eommission unter Wöllncr,Hermes, Hillmcr und Wattersdorfs, das alte kirchliche Sy-stem, um die nachthciligen Folgen der Ncologic zu hemmen,wieder geltend machen. Damit bildete sich ein entgegenge-setztes Extrem, welches in seiner starren, engherzigen Oppo-sition ebenso schadete, als jenes in seinem Skcpticismus undJndiffcrentismus, den man Aufklärung nannte. ZwischenIII. . 4