Druckschrift 
3,2 (1846)
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uns auf. Unsere Herzen begegneten sich in Liebe, ihr Geistder Wahrheit und Innigkeit durchdrang uns, und lutherischeund resormirtc Geistliche, welche bis dahin die Confcssiongeschieden hatte, umarmten sich als uniirte evangelische Brü-der. Hiermit schloß unsere lange Consercnz, und das Re-sultat derselben ist niedergelegt in einem durch den Ministerv. Schuckmann an des Königs Majestät gerichteten ossiciellenBericht, der ein wahres Meisterstück ist, voll Licht undWärme. Er kam aus der Feder des ehrwürdigen Sack. *)

Nachdem so Alles innerlich geordnet und äußerlich vor-bereitet war, trat der König öffentlich hervor und erließPotsdam den 27stcn September 1817 an die Konsistorien,Synoden und Superintendenten, ein Proclama über die ge-wünschte kirchliche Union. Nicht durch die Behörden sprichtEr, nein, der gottcsfürchtigc, christliche, allgemein verehrteund geliebte König spricht Selbst zu Seinen evangelischenUnterthancn, wie ein Vater zu seinen Kindern, also:

Schon Meine, in Gott ruhende erleuchtete Vorfahren,der Chursürst Johann Sigismund, der Churfürst GeorgWilhelm, der große Churfürst, König Friedrich I. undKönig Friedrich Wilhelm I. haben, wie die Geschichte ihrerRegierung und ihres Lebens beweiset, mit frommem Ernstes sich angelegen sein lassen, die beiden protestantischenKirchen, die resormirtc und lutherische, zu Einer evange-lisch-christlichen in Ihrem Lande zu vereinigen. Ihr An-

') Leider habe ich dieß merkwürdige Actenstück später nicht mehrbekommen können! Es würde eine Zierde dieser Darstellung sein.