Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
43
Einzelbild herunterladen
 

Sache. Wir fanden sie in vollkommener Übereinstimmungmit dem Willen und den Absichten Jesu Christi und stelltenden Begriff »Union" in ihrer bindenden Kraft, aber auch inder fruchtbaren Weite auf, wie der Herr selbst in seinenReden und Handlungen sie gelehrt hat. In diesem alleingeltenden und überflügelnden Maßstabe prüften wir das Werkder Reformation und den geschichtlichen Ursprung der resor-mirtcn und lutherischen Kirche. Die Hindernisse, welche ihrerVereinigung bis dahin geschadet, fanden wir in den verschie-denen crclusivcn symbolischen Büchern derselben und in ihrernormativen Autorität, welche dogmatische Theologen einandergegenüber gestellt, zähe festgehalten, und wobei sie im Disputircnsich erhitzt hatten. Es wurde uns klar, daß wenn die symbo-lischen Bücher der lutherischen und reformirten Kirche, die inihrer entgegengesetzten confcssionellen Richtung eben beide Kir-chen trennten, ihre bindende Autorität beibehielten, aus derUnion nichts werden könnte; es liege darin das Element desHaders und der alten Zwietracht. Man müsse also, nichtdie symbolischen Bücher fallen lassen, vielmehr sie ehren undbeibehalten; aber sie wären offenbar das Zweite, das Ersteaber sei das untrügliche Bibelwort. Man nehme sie an,ljuia, weil sie mit demselben übereinstimmen, diejenigen aber,welche ihr Gewissen nicht beschweren wollen, sagten: inso-fern, ezuntenus. Sack und Ribbeck führten dabei, wie esrecht war, das Hauptwort, und vorzüglich Jener sprach zwarmit der ihm eigenen Mäßigung, aber mit Wahrheit undNachdruck, als rcformirter Theologe von der oontessio8ieA08iml»eIi. Bei dieser Subordination des Menschlichenunter das Göttliche schwanden alle bisherigen Bedenklichkei-ten und Zweifel, und der freie, heitere, umfassende großeGesichtspunkt der Welt, den Christus aufstellte, that sich vor