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je weniger Er hier befehlen wollte und mochte, und Allesin die freie Ueberzeugung stellte. Vorzüglich correspondirteEr eigenhändig mit dem liebgewonnenen Bischof Borowskyin Königsberg, und ich durfte an diesen lebhasten und in-teressanten Schriftwechsel Theil nehmen. Der HochscligeHerr freute sich wie ein unschuldiges Kind, wenn Er vondiesem wahrhaft erleuchteten und sreimüthigen Geistlicheneinen zusagenden Brief erhalten hatte, in dem zwar die Hin-dernisse und Schwierigkeiten, welche die Sache finden würde,nicht verschwiegen wurden, der aber doch auch Ermunterun-gen enthielt, das gute Werk nicht aufzugeben, vielmehr damitkühn und offen hervorzutreten, in guter Zuversicht, es werdemit Gottes Hülse gelingen. Einen solchen Brief las Erbehaglich laut; wohlgefällig faltete Er ihn wieder zusammen,und legte ihn in Sein Pult, mit den Worten: „Das istnoch mal ein Gutachten, wie ich's gern habe. Es ist docheine wahre Freude, andere gescheute Leute mit sich cke eou-eert zu finden."
Daran hatte aber der vorsichtige König, wiewohl Erabgeschlossen und fest war, in dieser kirchlichen Angelegenheitnicht genug; Er wollte noch mehr haben. Er ernannte eineaus dem Bischöfe Dr. Sack, den Pröpsten Dr. Ribbeck undDr. Hanstein, dem Feldpropst Offelsmcier und mir bestehendeCommission, welche noch einmal diese Angelegenheit unpar-teiisch berathen und dann ihr Gutachten abgeben sollte. Wirtraten zusammen beilln ehrwürdigen Sack, und wohl warenwir uns ernst bewußt, daß wir im Namen der christlichenKirche vereinigt waren. Wir ehrten zwar die uns bekanntenWünsche Sr. Majestät des Königs; aber freisinnig bespra-chen wir nach Gottes untrüglichem Worte die vorliegende