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Hochsclige Herr in Allem, vorzüglich aber hier, und manmuß gestehen, daß in solcher Abfassung eine wahre Meister-schaft erreicht war. Oft aber verfaßte der König, der besserschrieb, als Er sprach, die Antworten und VerfügungenSelbst in extenso vom ersten bis zum letzten Buchstaben?oft schrieb Er eigenhändig darüber und dazwischen; oft machteEr auch in der Reinschrift noch Nach- und Zusätze, vorzüg-lich dann, wenn Er Angenehmes und Wohlthuendes sagenkonnte und wollte. Man konnte sich auf Alles, worunterSein „Friedrich Wilhelm" stand, fest verlassen, und jeder Be-fehl, der Seine eigenhändige Unterschrift hatte, war ein Hci-ligthum der Zuverlässigkeit und Wahrheit. Er hatte darin,so viel Er täglich unterschrieb, ein umfassendes, bewunde-rungswürdiges treues Gedächtniß, und behielt bewahrendAlles, das Kleine, wie das Große. Nur die Wohlthaten,die Er erzeigt und die Geschenke, die Er gemacht hatte, ver-gaß Er; wenn aber ein Supplikant unbescheiden war, undimmer wieder begehrte, erinnerte Er wohl an das bereitsEmpfangene; gab aber dennoch, indem Er jedoch hinzusetzte:„Ein- für Allemal." In Wahrheit kann man von Ihmsagen: Er wurde nicht müde, Gutes zu thun, und Er ließSeine Linke nicht wissen, was die Rechte that.
Ganz vorzüglich lag die kirchliche Union dem Königeam Herzen. Er dachte oft und gern über sie nach, Er be-handelte sie mit Ernst und Liebe, und mit zarter Behutsam-keit und frommer Vorsicht. Wiewohl Er Seiner Sache ausdem göttlichen Worte gewiß war und bei Seinem christlichenSinne keines Menschen mehr bedurfte, Er auch Seine Kö-nigliche Würde fühlte: so suchte Er doch guten Rath indieser wichtigen Angelegenheit, und benutzte ihn um so lieber,