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ohne indifferent zu sein. Ich wolle aber hierin Nichts an-ordnen und befehlen; denn sie sei eine Sache des Herzensund der freien Gesinnung. Dieser möge ein Jeder folgenund die äußere Gestaltung werde sich von selbst bilden, wennder Sinn, auf das innere Wesen selbst gerichtet, wahrhastfromm und christlich sei. Ich für meine Person bekennemich mit meinem ganzen Hause von da an zur evangelischenuniirtcn Kirche, und würde in diesem Geiste das Säcularfestder Reformation und des heiligen Abendmahls feiern. Soungefähr; und ich will, daß Sie sich darnach richten. DieSache hat aber Eile, und erwarte Ihren Entwurf, heutehaben wir Mittwoch, noch vor dem Sonnabend. Sie kön-nen ihn Witzleben geben."
Der König gab mir das Entlassungszcichcn und gingin das angrenzende Zimmer.
Nach Hause gekommen, merkte ich mir die leitenden Ideendes Königs, und voll von der Wichtigkeit der Sache, schriebich in der Heiterkeit und Stille der Frühstunde, was mirbefohlen war, so daß ich's noch denselben Tag an Witzlebcnabgeben konnte. Es verhält sich damit ebenso, wie (nach derErzählung Hippcl's in seiner Charakteristik des Königs) mitder berühmten Ansprache: „An mein Volk." Der Königist der Verfasser, von Ihm kommen und stammen alle Ge-danken; der ganze Inhalt ist Sein Werk. Einkleidung undDarstellung allein ist von dem Cvncipicnten, welcher denSinn und Willen des Königs richtig auffaßte. Dieß giltvon allen Cabinetsordres, deren Inhalt der König mit we-nigen Worten angab; sie enthalten klar und bestimmt Sei-nen Beschluß, und nur die Ausführung ist von Seinen Ca-binctsräthcn. Kürze, Gediegenheit und Klarheit, liebte der