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Dic geladene Gesellschaft aus Berlin und Potsdam marda. Man setzte sich zu Tische, und aß und trank; gut, abernicht besser, als bei jedem wohlhabenden Gutsbesitzer. DerKönig war ungemein heiter und in Allem frisch. Von derverhandelte» Sache war aber nicht dic Rede.
In der Mitte des Monats September 1817 ließ derKönig mich rufen. Auf Seiner gewöhnlichen kleinen Wohnund Arbcitsstube empfing Er mich mit den Worten: „DasSäcularfest der Reformation ist in der Nähe, und da esauch durch dic Union der lutherischen resormirtcn Kirche ineine evangelische Gemeinschaft im ganzen Preußischen Landegefeiert werden soll, so ist es Zeit, dazu dic nöthigcn Vor-bereitungen zu treffen. Außer der Abhandlung, die Sie mirüberreicht, habe ich auch noch Sack, Ribbcck und Hansteinausgefordert, mir ihr Votum zu geben. Was dic gelehrtenHerren über die kirchliche Union gesagt haben, ist, wie esvon so würdigen Männern nicht anders zu erwarten war,gewiß gut und vortrefflich: ich erkenne das mit Dank. Aberihre Arbeit ist eine gelehrte und dogmatische, in welcher mehrsystematische Theologie, als christliche Religion ist. Sie gehenvon dem Gesichtspunkte drr lutherischen und rcformirtenEonscssion aus und bringen den alten Hader von Neuem,oft spitzfindig, in das Werk der Vereinigung, wodurchdasselbe mehr gestört, als gefördert wird. Man muß sichaber, wie Sie in Paretz entwickelt haben, in dieser Sacheauf dem Urgcbiete des Christcnthums oricntiren, und nichtfragen: Was hat Luther und Calvin gewollt und gemeint?sondern: Was hat unser Herr Jesus Christus beabsichtigt?Seine Absicht, sein Geist allein gilt hier; und zwar allein,sonst Nichts. Er spricht aber stets von geistiger Gemein-schaft, er will die Zwietracht zerstören, den Frieden bringen,