bei der tiefen Ehrfurcht, die er für das normative Ansehender heiligen Schrift hat, bald dieses, bald jenes symbolischeBuch annehmen, ohne deßhalb ein Reformirtcr oder Luthe-raner zu sein. In Diesem, oder Jenem, gehört er einerPartei an; er soll aber Christo allein angehören, — und einevangelischer Christ sein, ist mehr, als Beides. Auf diese Artlassen wir die symbolischen Bücher in ihren Ehren undWürden; vermeiden aber ihre cxclusive confcssionelle Autori-tät, und die kirchliche Union kann zu Stande kommen."
Indem der König weise diese ausgleichenden, vermitteln-den Worte sprach, war Er auf dem Rückwege bis zur Dorf-kirchc gekommen. Diese liegt auf einem Hügel, von demaus man die Ansicht des Dorfes Paretz hat. Es war 2Uhr, und die Kinder gingen zur Schule. Fröhlich durchein-ander laufend, standen sie, als sie den König kommen sahen,geordnet ehrbar still und nahmen ihre Mützen ab. Der hoheHerr grüßte sie freundlich und sagte: „Zur Schule gehen!Seid recht fleißig! Was Hänschcn nicht lernt, lernt derHans nimmermehr."
In der Nähe des ländlichen Schlosses stand Er still,und richtete die Rede an mich. Wichtiges verhandelt! WasSie Alles über die kirchliche Union gesagt haben, nochmalswill ich es durchdenken. Um es besser thun zu können,schreiben Sie es auf, und geben Sie es mir. *) Die Sacheist ernst und will von allen Seiten ernst überlegt sein."
') Ich that es, und hatte vollständiger nun aufgeschrieben, als ichgesprochen; was ich über den christlichen Standpunkt der Uniongesagt habe, ist hier wörtlich abgeschrieben aus meinem Tage-buche. Gesprochen würde es zu lang gewesen sein. Es warmir in jeder Hinsicht lieb, daß es schriftlich verlangt ward.