Biographie der Reformatoren und ihre Werke ohne Erbauunglesen, vorzüglich aber ihre ossiciellen Schriften, welche der lu-therischen und reformirten Kirche Dasein, Raum, Bestehen,Grenzen und Abrundung geben, mit Erhebung durchdenken,ohne von dem Geiste, der darin lebt, sich angesprochen zu finden.Gern wird er zu dem, was sie lehren, glauben und feststel-len, sich im Ganzen bekennen, und das Versprechen geben,ihnen gemäß sein Amt zu führen; aber nie wird und darfer die symbolischen Bücher seiner Kirche der heiligen Schrifteoordinircn. Diese wird ihm stets das Erste und jene wer-den ihm das Zweite sein und bleiben. So hat es selbstLuther gewollt, in dieser Kraft hat er zu Worms vor Kaiserund Reich gesprochen; in diesem Geiste haben alle großenLehrer der Kirche bis zu dieser Stunde gehandelt, und desHerrn Wort ist ihres Fußes Leuchte und ein Licht aus allenihren Wegen gewesen."
Der König hatte ein eigenes Gesicht, wenn Er ernstund fromm nachdachte; Er legte dann gewöhnlich die Handauf die Stirn und stand etwas gebückt, als wenn Er suchte;dann aber richtete Er sich wieder auf, und wenn Er'sgesunden hatte, sprach Er mit heiterem Angesichte und glän-zenden Augen. So auch jetzt: „Gewiß hat der große, treu-herzige Mann die Union, den Frieden der Kirche, gewollt.Heilig sei uns sein Andenken. Ich ehre alle symbolischenBücher der lutherischen und reformirten Kirche; sie sind mirals Glaubensvermächtnisse einer starken Zeit heilig und nichtzu verwerfen. Ich will sie alle beibehalten wissen, aber kei-nen Menschen beengen und ihm Gewalt anthun. Das Be-stehen und Ehren der symbolischen Bücher kann mit derUnion, im weiten christlichen Sinne, sehr wohl sich vertra-gen, und es kann Einer ein guter uniirter Christ sein, und