Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
26
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der von Glücksgütern weniger Begünstigte sieht sein Daseinauf ihr nur als einen vorbereitenden Durchgang an, undtröstet sich mit der besseren Welt. Es ist gewiß ein Beweisder Göttlichkeit der Religion Jesu, daß sie, was man vonkeiner menschlichen Lehre sagen kann, Allen, die sich mit ihrbekannt machen, genügt; daß sie, vielseitig wie die Natur,an jede Denk- und Empsindungsart sich verwandt anschließt,und jeder Stufe im Anfange, in der Fortsetzung und Vollen-dung, harmonisch angemessen ist. Es gicbt in der Welt keinegeistigen und sittlichen Kräfte, die durch den christlichenGlauben nicht gehoben, fruchtbarer und reicher würden.Jede wechselnde Schule der Philosophie hat in ihrem Lehrerund Schüler sich noch immer an das göttliche Christenthumangeschlossen und durch seine Autorität sich Eingang verschafft,bis eine andere im Reize der Neuheit sie verdrängt und ausdem Schutte ein neues Gebäude wieder aufbaute."

Sic reden da," siel der König ein,von Autorität.Mir fallen dabei ein die symbolischen Bücher beider Kirchen,der reformirten und der lutherischen. In welche Stellungkommen, bei ihrer Vereinigung, ihre verschiedenen Bekennt-nißschriften?"

Dieß ist ein schwieriger Punkt, der die größte Auf-merksamkeit und Fürsorge verdient," antwortete ich.

Freilich schwierig," sagte der König,ich kenne diesymbolischen Bücher nur als Laie;- weiß aber, daß sie mit-einander in Opposition stehen und den Unterschied und dieTrennung noch greller herausgestellt haben. Der Widerspruchberuhet, so viel ich weiß, vorzüglich in der Prädcstinations-lehre, welche die Reformirten sehr streng nehmen, und inder Bedeutung des heiligen Abendmahls; die Lutheraner sa-gen: in, mit und unter dem Brvde und Weine sei Christus