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3,2 (1846)
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müthig, ehrlich und recht handeln. Sie können nicht anders;es ist als wenn sie dabei einem Instinkt folgten, und gewißhat die sittliche Natur, die ihren Sitz im Herzen hat, ihreeigenen, vom Verstände unabhängigen Rechte und Gesetze.Wo aber die Gesinnung böse und der Verstand in Er-kenntniß und Begriffen hell und klar ist, wird derselbe einSophist, und als solcher hinterlistig und lügenhaft. Die in-tellectuelle geübte Kraft reißt sich los von der sittlichen undden Einsprüchen des Gewissens, das, immer zurückgewiesen,endlich verhärtet und verstockt. Jene wandelt und agirt inder Helle, diese in der Finsterniß, wo sie ihr verstecktes Spieltreibt. Dieß ist ein wahrer Abgrund, und darum auch diewahre Aufklärung (die einen unbedingten, aber objcctivenWerth hat) doch subjectiv, wenn sie sprungweise und nichtnach den Graden der Empfänglichkeit zu Werke geht, einebedenkliche Sache ist. Daher kommt es, daß, wenn auchnicht Alle, (denn es giebt auch Dumme, welche es ehrlichbei der Verdammung Anderer meinen) doch Viele, die Wahr-heit in Ungerechtigkeit aufhalten und sich eingeübt haben, diehäßliche Lüge zur Schönheit zu schminken. Sie wissen esrecht gut, was sie thun und treiben, denn sie finden ihreRechnung beim Obscurantismus und leben gemächlich undruhig, wenn Alles beim Alten bleibt. Von dem, was sievon Anderen verlangen, beobachten sie nur den äußeren Schein,und erlauben sich Alles, was ihre lüsterne Sinnlichkeit be-gehrt, sobald sie meinen, es thun zu können. Mit Eifersuchtwachen sie über die Haltung der Partei, an deren Spitzesie stehen, und behandeln Alle, die ihnen zuwider sind, alsFeinde der Wahrheit. Da sie, verkörpert in fehlerhaften,unvollkommenen Menschen, natürlich auch ihre Schattenseitehat, so wissen sie geschickt diese hervorzuheben und die Licht-